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31 Okt

Bremen01_150
Besuch aus Letovice

Da sich die Kolleginnen unserer Partnerschule in Letovice gewünscht hatten, unsere Schülerinnen und Schüler im Frühjahr zu empfangen, nahte nun der Gegenbesuch. Und außer ein paar „alten Austauschhasen“ konnten die tschechischen Kolleginnen Martina Tenorová und Martina Zahourová zu unserer Freude aus den jüngeren Klassen, Kinder auf Kirchlinteln neugierig machen. Und auf unserer Seite? Kein Problem! Das Programm stand, die Ausflüge waren gebucht und nun musste nur noch das Wetter mitspielen.
Am Donnerstagabend standen alle Eltern und Schüler an der Schule bereit und warteten mit Spannung auf den Bus, der schon knapp 800 Kilometer unterwegs war. Ja, auch für manche Eltern war es aufregend ein Kind aus einem anderen Land mit einer ihnen fremden Sprache bei sich aufzunehmen. Nach einem großen AHOJ und so mancher Wiedersehensfreude fuhren alle zu ihren Gastfamilien und richteten sich ein.
Am Freitag wurden unsere Gäste auch offiziell durch die Schulleiterin Frau Fahlbusch-Schmidt begrüßt. Beim darauf folgenden Speed-Dating bekamen die Schülerinnen und Schüler innerhalb 2 Minuten Zeit, ihr Gegenüber durch ihre wichtigsten Fragen kennenzulernen.
Für den Samstag bangten wir um gutes Wetter, denn es ging mit der Pferdekutsche auf die Insel Neuwerk! Bei angenehmen Temperaturen, blauem Himmel und Sonnenschein fuhren alle bestens gelaunt durch das Watt hinüber zur Insel. Ein Besuch der Küste bei diesem Wetter lud ein die Seele einmal baumeln zu lassen und so wurde es auch insgesamt ein „chilliger“ Aufenthalt auf Neuwerk. Zurück ging es mit dem Schiff und weiter mit dem tschechischen Bus, der uns für den gesamten Aufenthalt zur Verfügung stand. Für den Sonntag planten die Familien ihre eigenen Aktivitäten und so sahen wir uns zu zwei gemeinsamen Workshops am Montag in der Schule wieder.
neuwerk
Frau Friese, passionierte Trommlerin, erklärte sich bereit, eines ihrer liebsten Instrumente in einem Trommel-Workshop allen Kindern näher zu bringen. Auch an den darauf folgenden Tagen wurde der erlernte Rhythmus von unseren Gästen hier und da auf Bänken und Tischen gerne noch getrommelt. Im zweiten Workshop führte Frau Karius in die Kunst der Encaustik ein. Bei dieser Maltechnik werden in Wachs gebundene Farbpigmente mit dem Bügeleisen heiß auf das Papier aufgetragen. Eine zuerst knifflige Angelegenheit, aber nach ein wenig Übung mit dem Material entstanden kleine Kunstwerke.
Minigolf spielen in völliger Dunkelheit? Nur mit leuchtenden Schlägern und Bällen ausgestattet? Das geht in Bremen im Schwarzlichthof. Die neuen Besitzer der alten Stauerei haben aus den Fundstücken des Gebäudes fluoreszierende Minigolfbahnen gebaut, die mit den Standardbahnen nichts mehr gemein haben. Vom Hafengebiet ging es noch zum Flanieren in die Bremer Innenstadt. Ein Besuch des Schnoorviertels und der Bremer Stadtmusikanten waren natürlich obligatorisch!
In Letovice wurden die deutschen Schülerinnen und Schüler beim Volleyball herausgefordert. Bei uns am Lindhoop durften am Mittwoch der Wagemut beim Parcour und die Körperspannung auf dem großen Trampolin erprobt werden.
Am letzten Tag an unserer Schule galt es traditionell die Freundschaftswand neu zu gestalten, die jeden Besuch unserer tschechischen Freunde dokumentiert. Gemeinsam wurden passende Fotos ausgewählt und Collagen daraus hergestellt. Ein tränenreicher Abschied am Freitagmorgen zeigte wieder, dass eine fremde Sprache keine Barriere ist!